Archiv

Das Dresdner Stadtarchiv hat sich verpflichtet, die seit seiner Gründung im Jahr 1993 aufbewahrten Akten des Dresdner Trusts zu katalogisieren und zu digitalisieren. Die Akten wurden zu diesem Zweck im Oktober von England nach Dresden transportiert und werden künftig dort aufbewahrt. Der Umzug wurde vom Kuratorium einstimmig beschlossen und erfolgte auf Wunsch des Gründers und Ehrenpräsidenten des Dresdner Trusts, Dr. Alan Russell. „Wir begrüßen das Angebot des Dresdner Stadtarchivs, die Akten so zu katalogisieren und zu digitalisieren, dass sie für Wissenschaftler und andere an der Arbeit des Trust interessierte Personen leicht zugänglich sind“, sagte Vorsitzende Eveline Eaton, als sie die ersten Akten in Dresden übergab am 23. Oktober an Thomas Kübler, Leiter des Stadtarchivs.

"Gerade in dieser Zeit ist es wichtig, dass Dresden ein Signal der Offenheit an die Welt sendet", sagte Dresdens Bürgermeister Kris Klaudia Kaufmann. 2013 feierte der Dresdner Trust sein 20-jähriges Bestehen, blickte auf seine Erfolge zurück und bewertete seine Zukunft. In den ersten sieben Jahren von 1993 bis 2000 stand die Inbetriebnahme, Herstellung und Lieferung von Orb and Cross für die Frauenkirche unweigerlich im Mittelpunkt. Die von den Londoner Silberschmieden Grant Macdonald hergestellten Orb and Cross wurden in der Coventry Cathedral, in Liverpool, in der St. Giles Cathedral in Edinburgh und im Londoner St. Paul's ausgestellt, bevor sie im Februar 2000 in Dresden vom königlichen Patron des Trusts, HRH, dem Herzog von Kent, übergeben wurden 55. Jahrestag des Überfalls, der die schöne barocke Frauenkirche sowie den größten Teil des Stadtzentrums zerstörte. In dieser Zeit sponserte der Trust zahlreiche Konzerte und Vorträge und finanzierte ein fünfjähriges Stipendienprogramm für sächsische Journalisten im Reuters House in Oxford. 1998 veröffentlichte es sein erstes Buch über die Stadt für englischsprachige Leser - „Dresden: eine wiedergeborene Stadt“. Der folgende Zeitraum von zwölf Jahren (2001 - 2012) begann mit der Veröffentlichung eines zweiten Buches mit dem Titel „Warum Dresden? / Warum Dresden?“. Darin wurden die Motive von fast 100 britischen Besuchern für ihre Beteiligung am Frauenkirche-Projekt dargelegt. Es wurde auch das Dresdner Stipendienprogramm entwickelt, das es Jungen und Mädchen aus sächsischen Schulen ermöglicht, mit großzügigen Stipendien der Schulen (bisher rund 250/300) unabhängige britische Schulen zu besuchen. Der Trust selbst vergab Auszeichnungen an eine begrenzte Anzahl britischer Schüler der 6. Klasse, die Schulen in Sachsen besuchten. Die Höhepunkte dieser Zeit waren zweifellos die Platzierung der Kugel und des Kreuzes auf der Kuppel der Frauenkirche im Jahr 2004 und die Einweihung der Kirche ein Jahr später.

Passenderweise wurde zu dieser Zeit der Name des 2012 verstorbenen Londoner Silberschmieds Alan Smith von Dresdners als starke Repräsentation der Überzeugungen des Trust besonders geehrt.

In der Folge hat der Trust seine Versöhnungsarbeit mit der Schaffung eines von Dresden inspirierten britisch-deutschen Freundschaftsgartens im National Memorial Arboretum in Staffordshire und der Anpflanzung eines Rosengartens in Dresden zur Erinnerung an alle, die bei der Razzia im Februar ums Leben kamen, weiter vorangetrieben 1945. Im Dresdner Zoo wurde auch ein Gedenkbaum gepflanzt. 2012 schenkte sie einen Steinsockel in der Kreuzkirche, auf dem die Namen der drei Minister und zehn Kruzianer eingraviert waren und der ihnen und unzähligen anderen gewidmet war, die ihr Leben verloren hatten. Der Trust hofft, in naher Zukunft zur Schaffung einer Grünfläche mit Sitzgelegenheiten auf dem Neumarkt direkt gegenüber der Frauenkirche beitragen zu können.

Der Trust unternimmt erneut Anstrengungen, um vorteilhafte Verbindungen zwischen der Yehudi Menuhin-Schule in Stoke d'Abernon, Surrey und der Carl Maria von Weber-Musikschule in Blasewitz / Dresden herzustellen. Es werden auch Kontakte zur Musikakademie in Dresden und zur Royal Academy of Music in London aufgebaut, die - zu gegebener Zeit durch die Schenkung der geräumigen Wohnung des Vorsitzenden in Dresdens Neustadt - die vielfältigen Musikverbindungen, die bereits bestehen, weiter bereichern sollen. Auf diese Weise versucht der Trust, der Botschaft Leben einzuhauchen, die seit einigen Jahren auf der Seite der Frauenkirche, Brücken bauen, Versöhnung leben, weil er glaubt, dass Versöhnung nicht erreicht werden kann und dann beiseite legen, sollte aber eine tägliche Verpflichtung der Menschen beider Länder sein. Aus diesem Grund sind seit 1994 Vertreter des Dresdner Trusts bei allen jährlichen Gedenkfeiern am 13. Februar in Dresden anwesend. Es wird erneut um Mittel gebeten, damit der Trust seine Aktivitäten auf absehbare Zeit fortsetzen kann.

Public library in three floors with rounded shelves